Leben in Lohnstorf
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  Alles rund um das Leben in unserer Gemeinde  
  „Dr Chabis isch ke nobli Pflanze, doch är isch gsung u putzt dr Ranze!“  

Z'Loschterf redt me ds'briite Bärndütsch: mi het Früüd i de Uuge, giit ga Siife riiche u u het dr Hunn ar Linne aabunne!

(In Lohnstorf redet man das breite Berndeutsch: man hat Freude in den Augen, geht Seife holen und hat den Hund an der Linde angebunden)

     
  Wieso Lohnstorf keine Strassenbeleuchtung hat  
 

Als es in den 1950er Jahren darum gegangen ist, im Dorf Strassenlampen aufzustellen, soll der damalige Gemeindepräsident erklärt haben:
"Wär am Aabe uf Loschterf chunnt, wiis woner häre ghört oder de het er fischterlige hie nüt z'sueche!"

Mittlerweile ist Lohnstorf das einzige Dorf im Kanton Bern, in welchem sämtliche Fussgängerstreifen beleuchtet sind. Die Streifen beim Restaurant Kreuz und bei der Käserei sind beide ausgeleuchtet (Der Kanton bezahlte die Investition, die Gemeinde übernimmt die Stromkosten).

 
  Chabisland  
  Das Gürbetal ist nach wie vor das Hauptanbaugebiet der Schweiz für Chabis (Weisskohl).
Das „Chabisjahr“ aus der Sicht eines Bauern:
 
 
   
Aussaat „Äs isch viu z'chaut, är wott mer nid errünne.“
Setzling „Me sött ne de afe äntleche chönne use setze, är wott mer mitüüri schier dür z'Plastic uuf!“
Einmal gesetzt „Är ligt nume no eso gschlampet am Bode, wes de nume öppe ä chli chäm cho rägne!“
Etwas angewachsen „Schön wär er itz, aber dr Haas isch derhinger, äs förmt si nüüt.“
Zu trocken „Das git gar nüt hüür. Di Hüütleni chü nid wachse, wes derewä trochen isch. Äs het ja Schpäut im Bode, woni bis zum Euboge ma dri ache grecke!“
Zu Nass „Das git gar nüt hüür. Ä settigi Nessi, bis zum haube Schtorze ueche schtiit dr i de Glunggi!“
Nach der Ernte
„Äs isch äs guets Jahr gsi hüür. Ä Isebahnwage vou chönnti no i d'Chabishütte bringe!“
 
 


Mehr zum „Surchabis“
www.thurnen-sauerkraut.ch

 
     
  Lohnstorf, das Gallierdorf des Zivilschutzes
 
  1990 legte der so genannte "Ortschef" der Zivilschutzorganisation sein Amt nieder. Der Vorschlag des Gemeinderates, zusammen mit Mühlethurnen eine Zivilschutzorganisation zu bilden, wurde mit der Begründung "Sicherheit ist unteilbar" von den kantonalen Amtsstellen abgelehnt. Getreu nach den bewährten Lohnstorfer-Grundsätzen "Nume nid zämefüesslige dri gumppe" u "nüt mache choschtet nüt" wurde über Jahre nichts weiter unternommen. Wie dies einem Zürcher Journalisten zu Ohren kam, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall titelte der Tagesanzeiger einen Artikel " Lohnstorf - Gallierdorf des Zivilschutzes". Dies konnte die Berner Zeitung nicht auf sich sitzen lassen und verfasste ihrerseits einen Artikel. Auf diesen antwortete die Gemeinde am 09. April 1996 mit folgendem, nicht ganz ernst gemeintem Brief an den Journalisten:
 
     
  Chef Zivilschutz - Wahlvorschlag

Sehr geehrter Herr F**

Am 28.03.1996 wurden wir vom Amt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aufgefordert, unsere Zivilschutzorganisation nach den neuen Richtlinien zu organisieren.

Ihre unermüdlichen Bemühungen, das letzte vor dem Zugriff des Molochs Zivilschutz geschützte Biotop zu zerstören und Ihr offenkundiges Interesse an einer flächendeckenden Versorgung des Kantons mit Überflüssigem, haben den Gemeinderat dazu bewogen, Sie für das Amt des Chefs Zivilschutz der Gemeinde Lohnstorf vorzusehen.

Wie Sie wissen, besteht nach Artikel 19 des Gemeindegesetzes Amtszwang. Sollten Sie Ihren neuen Verpflichtungen nicht nachkommen, werden wir Sie zwingen, den gesamten Vorrat an Zivilschutz-Überlebensnahrung aufzuessen (20 Büchsen à 15 kg, Verfalldatum 1990 abgelaufen!!!).

Ohne Ihren Gegenbericht werden wir Sie an der Gemeinderatssitzung vom 07. Mai 1996 definitiv wählen. Wir freuen uns auf eine angenehme Zusammenarbeit.

GEMEINDERAT LOHNSTORF
Der Präsident
Der Sekretär

 
     
  Nachlese
Seit 2002 war Lohnstorf an der Regionalen Zivilschutzorganisation "Längenberg süd" beteiligt. Diese bestand aus 9 Gemeinden mit rund 7'500 Einwohnern. Dann sagte der Kanton wieder nein - eine Organisation musste mindestens 11'000 Einwohner umfassen. 2010 haben sich die Gemeinden von Längenberg süd der Region Schwarzenburg (Gemeinde Wahlern) angeschlossen und bilden (wie lange…?!) die neue Regionale Führungs- und Zivilschutzorganisation Gantrisch, welche rund 15'000 Einwohner abdeckt.
 
     
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